Die "fleißige Ameise": Segen oder Unheil in der TWA?

Geschichten über die „fleißige Ameise“, die den ganzen Sommer über emsig Vorräte für den Winter anhäuft, während die Grille sich dem Vergnügen zu musizieren widmet, gibt es zu Hauf. Bereits der altgriechische Fabeldichter Äsop berichtet davon in der Fabel „Die Ameise und die Heuschrecke“. Bekannter bei uns ist vermutlich die Fabel „Die Grille und die Ameise“ (französisch La Cigale et la Fourmi) des französischen Fabeldichters Jean de La Fontaine.
Seit vielen Jahren bekommen einige von uns mit Frühlingsanfang allerdings auch regelmäßig Besuch von Ameisen. Vermutlich handelt es sich um die Hausameise z. B. die Schwarze Wegameise, die ihre Bautätigkeit oft in den Fugen von Gehwegplatten verlegt und auf der Suche nach zuckerhaltiger Nahrung auch manchmal in Wohnräume vordringt. Auf unserem Außengelände befinden sich mehrere größere Nester, etwa neben der Kartoffelrose auf dem ‚Marktplatz‘. Diese fleißigen Arbeiterinnen klettern unter der Wärmeisolierung bis in den zweiten Stock und gelangen dann über die Terrasse oder den Balkon in die Wohnung. Von dort aus in die Küche und in die Hängeschränke der Küchenzeile, wo sich Zucker oder andere von ihnen geschätzte Nahrungsmittel befinden.
Die gern empfohlenen Hausmittel zu Bekämpfung der Ameisen, wie das Ausstreuen von Backpulver oder das Aufstellen von Ameisenködern, führten bei uns nicht zum gewünschten Erfolg. Kritisch wird es, wenn die Ameisen ihren Bau im Haus beginnen und dort ganze Leichenfelder und weiße „Leichenhaufen“ (necrophoresis, s. Dirk's Foto der Wohnung von Ulrike) produzieren. Letztendlich bleibt dann nur der Ruf nach dem Kammerjäger.
Meistens startet eine Ameisenplage im Haus mit einzelnen Kundschafter-Ameisen. Sie suchen nach neuen Nahrungsquellen und verschaffen sich über den Balkon oder die Terrasse Zugang zum Haus. Wenn sie hier fündig werden, markieren sie mit Spur-Pheromonen den Weg zur Nahrungsquelle in der Küche. Darauf folgen die Ameisenstraßen, durch die sich die Ameisen in der Küche bis ins gesamten Haus ausbreiten. Haben sich die Ameisen erstmal im ganzen Haus verteilt, ist es schwer sie wieder loszuwerden. Mit normalen Hausmitteln, wie Backpulver oder Ameisenfallen kann man vereinzelt Ameisen abschrecken oder abtöten. Diese werden sich jedoch bald neue Zugänge suchen, und der Befall beginnt wieder von Neuem (Quelle: "Wie gelangen die Ameisen ins Haus?", Puschmann-Schädlingsbekämpfung).
Quellen: „Die Ameise und die Heuschrecke“, wikipedia, abgerufen: 23.02.2025; „Bekämpfung von Ameisen“, wikipedia, abgerufen: 23.02.2025; „Hausameisen“, wikipedia, abgerufen: 23.02.2025. – Bilder: © "Schwärmende Ameisen im Haus", wikimedia, abgerufen: 23.02.2025; „Die Ameise und die Heuschrecke. Illustration von Milo Winter (1919), wikimedia; abgerufen: 23.02.2025; die übrigen Fotos, d.k., TWA.